Bericht zur

Rallye Monte Carlo Historique 2004

Artikel 23

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Das französische Rallyegesetz kennt (k)einen Artikel 23, den wir bislang noch nicht kannten, aber bei dieser Rallye hinreichend kennenlernen sollten!

Er lautet: Demerdez Vous!

Will heißen: Hilf Dir selbst!

Wenn ich vor Tagen noch in der Vorschau von dem "Rennen vor dem Rennen" - der Vorbereitung zur Rallye - sprach, so war ich da wohl noch ein wenig blauäugig. Der Aufwand ist noch um einiges stärker zu bewerten, als ohnehin gedacht. Die Rallye Monte Carlo Historique ist den alten Zuverlässigkeitsfahrten aus den Sechzigern näher, als man zunächst glauben würde:

[Image] Zuschauer sind das Salz in der RMCH - Suppe!

Ob wir wieder teilnehmen würden?

Jederzeit! Denn für ein solch großes Starterfeld waren die Probleme eher untergeordneter Natur - im Übrigen gibt es ja den erwähnten Artikel 23.

Der Reihe nach - nach 4.077 km muß man ja erst einmal alles Revue passieren lassen:

Unser Fahrzeug war im Gegensatz zu den Vorjahresrallyes regelrecht komfortabel ausgestattet:

[Image] Schnee war eine Seltenheit bei dieser Rallye, aber da wo er lag gab es auch sehr dickes Eis!

Artikel 23 sollte gerade für diese Rallye Monte Carlo bezeichnend für uns werden....

Schon mit den Hotels wurde dieser Artikel geradezu Gesetz: Im Vorfeld aus Deutschland die Hotels zu buchen war praktisch unmöglich. Vals les Bains und Gap waren Monate vorher ausgebucht! Unser Reisebüro war völlig überfordert. Hier halfen uns das hervorragend vorbereitete Team Günter Meierer und Werner Henkel, die ausreichend Zimmer gebucht hatten... allerdings bereits im Februar des Vorjahres!

Es bot sich in diesem Zusammenhang dann geradezu an, mit den wenigen deutschen Teams auch weitere fruchtbare Zusammenarbeit zu planen. Eine gemeinsame Servicemannschaft, mit Uwe Petry und Peter Michels hervorragend besetzt, wurde für die teilnehmenden Teams zusammengestellt.

Startnummer Fahrzeug Fahrer Beifahrer
321 BMW 2500 Gerd Pfundt Torben Lorenian [Image]
324 Opel Kadett GT/E Werner Henkel Günter Meierer [Image]
337 Volvo 121 Manfred Schürmann Frank Wiest [Image]
339 VW 1302 S Udo Frey Daniel Heyer [Image]

Bis auf den Kadett starteten alle aus Turin.

Man kann sich durchaus gut vorstellen, daß der Servicewagen bis unter das Dach mit Reifen und Werkzeug für 4 Fahrzeuge fast überladen war.

In Turin mußten wir dann zunächst einmal, Artikel 23 folgend, nach der Abnahme selbst Startnummern besorgen, denn ausgerechnet für unser Fahrzeug war die Nummer 339 in Schwarz nicht mehr verfügbar. Ein noch einfach zu lösendes Problem, wenngleich für den Veranstalter etwas peinlich.

[Image] Reparartur der BMW - Bremse mit Unterstützung durch den Service. Die dünnen Plättchen sind tatsächlich die Beläge - und damit ist Gerd doch glatt bis nach Monaco gefahren...

Der Start in Turin erfolgte grob gegen 20:00 Uhr und die ca. 700 km lange Fahrt bis nach Vals les Bains wurde, nur durch gelegentliche Rutscher in Kurven und mehrere Radarfallen (20.000 Strafpunkte bei Erfolg!) untermalt, planmäßig bis ca. 10:00 Uhr des Folgetages abgespult.

Hier zeigte sich dann sehr augenscheinlich, daß ein Starterfeld von unglaublichen 351 Fahrzeugen auch für solch ausgefuchste Rallyeorganisatoren wie die des Automobile Club de Monaco kaum zu bändigen ist. Die Anfahrten zu den Zeitkontrollen waren einfach dicht und zu spät kommende Teilnehmer fielen dem Stau zum Opfer- Artikel 23 eben - die Lösung: so schnell als möglich auch auf den Verbindungsetappen fahren, um die notwendige Zeit für die Eventualitäten auch sicher aufbringen zu können.

Daß die Startintervalle zwischen den Fahrzeugen von 1 Minute auf 30 Sekunden verkürzt wurde, würzte die Stausituation zusätzlich.

[Image] Fahrdynamik pur, wenn man keine Bremsen mehr hat, könnte das noch ein wenig anders aussehen!

Da wir die vom Veranstalter angebotene Eichstrecke nur einmal kurz testen konnten (1% Abweichung! - Merke: eine noch so gute eigene Eichung schützt nicht vor dem schlechten Eichwert des Veranstalters! - Artikel 23). Wurden unsere noch am gleichen Tag gefahrenen Wertungsprüfungen nicht gerade besser:

Burzet 718 Strafpunkte
St. Bonnet 77 Strafpunkte
Lalouvesc 141 Strafpunkte
St. Pierreville 490 Strafpunkte

Jeder kann wohl unsere Verspätungen nachvollziehen, wenn man berücksichtigt, daß ein Strafpunkt 1/10 Sekunde Abweichung zur Sollzeit bedeutet. Nach einer durchfahrenen Nacht waren diese 4 Wertungsprüfungen auf vereisten Wegen in Serpentinen mit Schnitten um 48 km/h zu bewältigen, da kann man sich ausmalen, wie sich die Teilnehmer gefühlt haben....

[Image] Wie soll man da den Schnitt schaffen? Mit Gas!

Dennoch hatten die Besten am Abend gerade einmal 40 Strafpunkte zu verbuchen!

Das Stauproblem nahm am Abend durch den Ausflugsverkehr noch weitreichendere Formen an: Vals les Bains war praktisch nicht mehr zu erreichen. Der Sonnenschein schien nicht nur die von den Rallyeteilnehmern erwünschten Schneeverhältnisse zu vernichten, er brachte auch nachhaltig den Verkehr zu erliegen. Ein Telefonat mit dem Veranstalter brachte die Erkenntnis: langsam und vorsichtig an der Schlange in dritter Reihe vorbeifahren ("Pas criminel mais avec passion" war die Empfehlung des Veranstalters...) und stempeln - unter Umständen würde keine Strafzeit notiert. Schon wieder Artikel 23 - in Deutschland undenkbar, in Frankreich von allen Stauteilnehmern toleriert und zum Teil sogar unterstützt! Die obligate abendliche Fahrzeugdurchsicht mit Motorölfüllstandskontrolle und Prüfung aller wichtigen Funktionen wurde natürlich im Stau erledigt.

[Image] rauf auf den Pass - bei Schnee besonders zu empfehlen!
[Image] ... und die Aussicht genießen!

Nach diesen Prüfungen konnten die Teilnehmer zwischen einer langsameren Schnittvorgabe (45 - 48 km/h) und einer schnelleren (48 - 49,9km/h) wählen. Wir stimmten uns mit den anderen Teamkollegen dahingehend ab, den schnellen Schnitt zu wählen, da diese Gruppe vor den anderen Teilnehmern starten würde und wir damit dem Verkehrschaos zu entkommen hofften. Unsere Entscheidung stellte sich nicht nur aus diesem Grunde als sehr vorteilhaft heraus, denn wegen der frühen Startzeit waren wir dementsprechend auch wieder früher im Parc Fermé und konnten so die Zeit besser nutzen.

Die dann fällige Übernachtung in Vals les Bains war wirklich erholsam; 26 Stunden lang fahren hinterläßt schon einige Blessuren.... Der Abend klang im Rahmen unserer Team - Mitstreiter in gemütlicher, wenn auch müder Runde in einem der sehr guten französischen Restaurants aus.

Der nächste Tag ging von Vals les Bains nach Gap und führte uns über einige weitere Sonderprüfungen:

St. Jean en Royans 1284 Strafpunkte
St. Nazaire le Désert 253 Strafpunkte
Rosans 250 Strafpunkte
Aspres Les Corps 180 Strafpunkte

Wie sich in der abendlichen Strategiediskussion herausstellte, kamen unsere Punkte so zusammen:

1. Unser Tripmeter blieb augenscheinlich in der zweiten Ziffer manchmal hängen! Zum Teil bis zu sechs Mal in einer Wertungsprüfung, was 60 Sekunden Zeitdifferenz erzeugte. Bei der Wackelei kaum festzustellen, aber verheerend.

2. Die erste Prüfung war am zweiten Meßpunkt nicht zu schaffen, da wir vor dem Eiskanal (und nicht anders kann man die R.F. - die Route Forestière - bezeichnen) keine Vorzeit fahren konnten und im Eiskanal 350 Sekunden zu langsam waren. Besser langsam durchkommen, als auf 10 cm dickem, spiegelblankem Eis den Wagen aus dem Abhang zu fischen.

3. Unsere Power reichte nicht aus, die 350 Sekunden vollkommen aufzuholen; zum Schluß waren es immer noch 114,1 Sekunden.

Die Verbindungsetappen und auch die Wertungsprüfungen ließen uns kaum Zeit zum Verschnaufen. Vor allem aber hatte der Organisator wieder wunderschöne Strecken ausgewählt, die uns an allen Tagen immer wieder faszinierten. Täler, Schluchten und Durchfahrten, wo gerade nur ein Fahrzeug durchpaßte. Bergpässe, Auf- sowie Abfahrten bis an die Vegetationsgrenze, garniert durch steil abfallende Wegebegrenzungen (ohne Mauer) bis zu 1.000 m. Atemberaubend und sicherlich eines der Erlebnisse, die man nicht mehr vergißt und die einen immer wieder zu einer Teilnahme bewegen.

[Image] Die uniroyal Spikes hinten lieferten schon gute Dienste: Beschleunigung und Bremse kann man beim Käfer auch über die Hinterachse realisieren, armer Gerd!

Die letzte Prüfung des zweiten Tages hatte es mal wieder in sich. Im Vorjahr waren wir die Strecke noch im starken Schneetreiben gefahren. Ich erinnere mich hier nur noch an ein Fünfmarkstück- großes Guckloch in der beschlagenen Windschutzscheibe, aber nicht mehr die Strecke - doch Daniel hatte den Durch(fahrts)blick. In Ubac mal wieder das Chaos, diesmal nicht in dem Wegegewirr, sondern auf plötzlich auftretenden Schneeplacken, die bei vielen anderen Teilnehmern zusammen mit dem mangelnden Rutschraum zu plötzlichen Kontakten - vorzugsweise mit einem Hydranten in einer Linkskurve - führten. Wir ließen wieder Vorsicht walten und kamen mit vergleichsweise geringen 18 Sekunden Strafzeit glimpflich davon.

Am nächsten Tag sollten wir uns mit einigen Änderungen entscheidend verbessern: für die Zeitmessung wurden die Zähler getauscht, der Eichfaktor mit knapp 1 % Prozent eingerechnet. Ergebnis:

Seyne les Alpes 2  !!! Strafpunkte
St. Auban 14 !! Strafpunkte

In der ersten WP waren wir mit diesem Ergebnis der Gewinner der Prüfung. In der Zweiten immerhin noch Fünfter. Leider wurde die zweite Prüfung aufgrund des Unfalls eines Teilnehmers annulliert, so daß dieses Ergebnis uns nicht wesentlich voran brachte.

Nachmittags kamen wir nach einer sehr langen, aber landschaftlich sehr reizvollen Überführung über die Route Napoléon mit einem stotternden Motor nach Monaco. Was war passiert? Bis ca. 50 km vor Monaco lief der Wagen perfekt - um uns auf die "Nacht der langen Messer" mit drei Paßprüfungen vorzubereiten, hatten wir noch am Service getankt und wollten nun zum Parc Fermé am Hafen von Monte Carlo.

[Image] auch ohne Schnee sind die Seealpen immer eine Reise (Rallye) wert!

Der Motor klingelte, Fehlzündungen und Rauchzeichen deuteten uns den vorzeitigen Exodus an. Diskussionen mit unseren Mitstreitern führten zuerst nicht weiter, bis Werner Henkel der Einfall kam: Der Kanister könnte auch mit Diesel gefüllt gewesen sein! Ein kurzer Rückruf beim Service bestätigte die Vermutung, so daß wir nun wußten was zu tun war: 2 Flaschen Oktanbooster, 25 Liter abgetankt und 10 Liter aus den eigenen Kanister nachgetankt ließen den Kleinen wieder fliegen. Ein Wunder, daß mit einem Mischungsverhältnis von 50:50 Benzin:Diesel der Motor überhaupt noch lief!

[Image]

Die Hotelunterbringung im Hermitage in Monte Carlo, einem der besten Hotel am Platz, brachte uns dann vor dem Start um 20.00 Uhr noch ein wenig Entspannung, um dann fit die letzten WPs anzugehen:

Col de la Madone / Col des Banquettes 1730 Strafpunkte
Sospel - Col de Turini - La Bollène 54 Strafpunkte
Lantosque - Lucéram 249 Strafpunkte

Der Col de la Madone hatte es - mal wieder - in sich. Die Auffahrt ist, verglichen mit der Abfahrt, eher moderat, wenngleich hier auch nur Platz für ein Fahrzeug ist und eine Serpentine in die andere übergeht. Die Abfahrt ist aber zudem von Schlaglöchern übersät, was dann auch zu einem Reifenplatzer des Teams Schürmann führte - hier einen Schnitt von knapp 49 km/h zu halten, ist nur Wenigen beschieden. Der Nebel, in dem ich die ersten Kehren erst gar nicht erkennen konnte, kam noch hinzu! Zwei Tage später haben wir dann noch bei einer Besichtigungsfahrt an eben dieser Strecke den steilen Abhang neben der Straße bewundern dürfen, so daß ich nunmehr die Meinung von Nina durchaus teile, die diese Prüfungen nur noch mit Überrollbügel im Auto und Helm auf dem Kopf fahren würde.

"Lohn der Angst": 5392 Strafpunkte, Platz 128 von 276 gewerteten Teams und somit kaum eine Hilfe bei der Teamwertung, zu der sich die deutschen Teams gemeinsam im Vorfeld entschlossen hatten.

Die anderen Mitglieder unseres Teams waren wesentlich erfolgreicher:

Startnummer Fahrzeug Team Punkte Platz
321 BMW 2500 Pfundt / Lorenian 967 48
324 Opel Kadett GT/E Henkel/ Meierer 1939 10
337 Volvo 121 Schürmann/ Wiest 2070 45
339 VW 1302 S Frey/ Heyer 5392 128

Hätte ich gewußt, daß wir es mit Profis zu tun hatten…

Also keinen Pokal als Staubfänger beim Abschluß-Galaabend für uns, aber noch eine Nacht im Superhotel und dann zum Ausspannen die obligate Nacht in Sospel in dem kleinen Hotel in den Bergen. Fast unnötig zu erwähnen, daß der Käfer klaglos bis nach Pattensen durchgehalten hat und jetzt vielleicht mal eine Durchsicht braucht - selbstverständlich ist dies auf dieser Marathontour sicherlich nicht. Das Salz wurde von einem Unwetter bei Göttingen abgewaschen, so daß wir hier keine weiteren Arbeiten anzusetzen haben.

[Image] Monaco Hafen - einer der teuersten Parkplätze der Welt, sollte man meinen. Die Parkuhren sind aber günstiger als in Duisburg vor dem Bahnhof! Nur muß man erst einmal einen freien Platz finden !
Ankunftsfeier im Hafen von Monte Carlo - stilecht mit Qualitätssekt von - Günter! Echt lecker! [Image]

Fazit: Einmal im Jahr "mal eben" eine solche Rallye zu fahren ist sicherlich reizvoll, nur es ist halt immer wie es ist: Übung macht den Meister, sowohl beim Equipment als auch bei der Eingespieltheit des Teams. Artikel 23 hilft auch hier nur bedingt weiter.

Die Organisationsschwierigkeiten des Veranstalters brachte dann auch der Gewinner Monty Karlan im Volvo 142 auf den Punkt:

"Es ist das Wesen der Monte, daß Improvisation zählt. Dies macht denn auch den Reiz der Rallye aus."

Recht hat er, aber kannte er nicht den Artikel 23?

Udo

P.S. Noch eine kleine Geschichte am Rande:

Verkehrserziehung in Frankreich heißt, mit dem Kindergarten den Start einer Rallye zu besuchen und Fähnchen zu schwenken, auf denen "Merci pour le Rallye" gekrakelt steht - so gesehen in St. Jean en Royans. Kein Wunder, daß die Franzosen dieser Sportart so viel Passion entgegen bringen.

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Vorbericht

zur

Rallye Monte Carlo Historique 2004

Große Dinge werfen Ihren Schatten immer voraus. Gerade bei größeren Vorhaben im Motorsport ist dies sicherlich noch mehr zutreffend.

Das "Rennen vor dem Rennen" wird es genannt und die erfahrenen Rennhasen wissen, daß oftmals der Sieg mehr von der Vorbereitung als vom Rennen selbst abhängt. Große Sprüche, na ja, im Gleichmäßigkeitssport sollte man davon nicht unbedingt in allererster Linie ausgehen, aber die oben genannte Rallye, die ich selbst das zweite Mal und - zusammen mit der AvD Histo Monte - jetzt schon das 6. Mal angehe bedingt zwangsläufig Vorbereitung:

Die Rallye gilt als eine der härtesten überhaupt. Während der AvD seine Variante wegen Teilnehmer und Sponsorenmangel einfach um ein Jahr "verlegt" hat, kann sich der Automobilclub de Monaco (www.acm.mc) nicht vor Bewerbungen retten. Folgerichtig muß man sich um einen Startplatz bewerben, man nennt nicht einfach. Ein Tribunal wertet dann die angebotenen Fahrzeuge und Besatzungen aus und nimmt dann die Bewerbung an.

Augenscheinlich ist unser Käfer nicht in Ungnade gefallen und nach dem wir im Vorjahr mit dem MG B GT unterwegs waren, dürfen wir 2004 wieder dem Boxersound hundigen (wurde auch Zeit).

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Die Auswahl der Jury sorgt zudem für ein unheimlich buntes und sehr interessantes Starterfeld, nicht nur die berühmten Porsche 911 und die berüchtigten Lancia Fulvia sind natürlich vertreten (allerdings in wesentlich kleineren Rudeln als gemeinhin bei Rallyes), sondern auch Exoten wie 5 (fünf) Lancia Stratos, ein Fiat 131 Abarth (wirklich selten), aber auch Renault R4, Citroen 2CV oder die Königinnen DS 19 und DS 21 sind vertreten. Echte Seltenheiten wie ein Panhard Dyna (klein und unheimlich flott) oder ein Plymouth Barracuda S (US V8 Monster) sind dann fast als Highlight zu verstehen, wenn man den anderen von insgesamt 350 Startern kein Unrecht tun will: Kadett C GT/E, MG B und C, Spitfire, BMW 2002 Ti / tii / turbo(2x), Simca rallye 1 und 2 wirklich alle Arten an Fahrzeugen, welche die lange Historie der Rallye Monte Carlo belegen - von Teilnehmerschwund also beleibe keine Spur. Schaut Euch die Teilnehmerliste unter www.acm.mc an, da bleibt kein Auge trocken.

Vor allem aber die Armada an 914 wollen wir nicht unerwähnt lassen: Die unglaubliche Starterzahl von 8 Porsche 914 wird unsere Fahrzeugtype vertreten! Die 14 Deutschen im Feld fahren allerdings andere Fahrzeuge, bei den Franzosen ist der 914-6 unheimlich beliebt!

Vielleicht lieben die Teilnehmer liebe eine gepfefferte Rallye mit Schnitten um 50 km/h bei Eis und Schnee in Serpentinen als die weichgespülte und laue Sosse der anderen Organisatoren mit Teilnehmern in Cabrios?

Vielleicht,

vielleicht  aber auch die unbarmherzige Anfahrt die ganze Nacht durch von den Startorten Kopenhagen, Reims, Monaco, Barcelona und Turin nach Val les Bain, wo sich dann sofort fast ohne Pause die erste Wertungsprüfung anschließt - eine Zuverlässigkeitsfahrt halt für Mensch und Maschine, ganz im Sinne der Begründer der Monte am Beginn des letzten Jahrhunderts.

vielleicht aber auch der andere sportliche Geist der Monte, wenn wir von Turin aus dann in die Seealpen vorstossen und (erlaubtermaßen) mit unseren Spikereifen von Uniroyal dem Ziel entgegendriften - wo darf und kann man das heute noch - vielleicht eines der letzten Abenteuer? Wir sind jedenfalls dabei!

Alles weitere folgt später - drückt uns die Daumen!

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