Egons 500 km Rennen im Rahmen der ADAC Klassik Trophy am Nürburgring
Die schönste Rennstrecke der Welt
- die grüne Hölle -
und die größte Rennveranstaltung der Welt
- 500 km und 24h Rennen etc. -
Superlative, denen man sich in der Eifel nicht entziehen kann, weder als Zuschauer noch als Teilnehmer!
Es waren schlußendlich tatsächlich 5 Porsche 914 am Start des Egon 500 Rennen im Rahmen der ADAC Classic Trophy! Eine echte Präsenzexplosion unserer Fahrzeuge auf den Rennstrecken -- und vor allem auf der legendären Norschleife!!
Im Rahmen des 24 h Rennens, bei super Wetter -- nicht zu heiß, aber mit Sonnenschein und einer leichte Brise --- mit tollen Leuten im kommoden Fahrerlager, so sollten immer alle Rennen ablaufen!
Fahrerlagerbezug am Mittwoch war obligatorisch, denn wir wollten auf jeden Fall nach der Fahrzeug- und Dokumentenabnahme noch den Korso um die Nordschleife mitfahren - ein Spießrutenlaufen in diesem Jahr, denn so viele Fans auf der Strecke mit "Straßensperren" und "Abnahmen" gab es in der Vergangenheit kaum. Früher konnte man gemächlich vorbeifahren, winken manchmal stehenbleiben und "fachsimpeln" sowie "Benzin reden", heute ist dies angesichts des Alkoholspiegels der Fans kaum mehr möglich. Dafür alle 200 Meter Stau und Kupplungsmalträtieren, für die nächsten Jahre müssen wir uns was einfallen lassen, denn wirklich Spaß macht das dann für Mensch und Material nur bedingt.
Für mich stellt die Nürbrugring Nordschleife nach wie vor eines der letzten Abenteuer dar, welche sicherlich im Rahmen unsinniger Lärm- und Umweltvorschriften sowie übereifriger Nachbarn irgendwann als Rennen nicht mehr befahren werden wird, aber so lange es geht, ist es der Event pur! So wundert es nicht, daß erst einmal alle Fahrer sich auf die Strecke wieder einfahren müssen und sich erst im zweiten Training -- natürlich auch wegen des geringeren Verkehrs und dem Mehr an Gummi auf der Strecke -- verbessern.
Das Training am Donnerstag stellte sich dann wie folgt dar:
| Start-# | Fahrer | Fahrzeug | 1. Training | 2. Training |
| 671 | Singer | 914/6 | 11:14 | 10:47 |
| 621 | Martin / Roock | 914/6 | 11:05 | 10:50 |
| 672 | Frey | 914/6 | 11:19 | 11:07 |
| 673 | Wittke | 914/6 | 12:18 | 11:38 |
| 664 | Brill / Daehnert | 914/4 | 14:10 | 13:50 |
Drei Alleinfahrer und zwei Doppelteams also, die sich die 500 km etwas komfortabler teilen konnten.
Damit waren die "Kräfteverhältnisse" verteilt, Paul durfte praktisch vorne in der Startgruppe die Pace machen und wir sollten versuchen nachzukommen. Es sollte anders kommen.
Die Startaufstellung auf dem GP Kurs war wieder sehr schnell fertig, die drei Startgruppen verteilten die 220 Fahrzeuge so, daß keine Langeweile auf den Rängen auftauchen konnte und praktisch sofort ein homogenes Rennfeld die Strecke bevölkerte. Vorne die zahlreichen RSR, ST und RS, wir zum Teil dazwischen, quasi wie die Hechte im Barakudateich...
Eine Einführungsrunde, diesmal nicht knapp vor Renntempo führte uns bis zur Döttinger Höhe, wo auf der langen Geraden noch die Reifen auf Temperatur gebracht wurden und die Bremsen angeglüht. GRID wird hier gezeigt, was vor allem in den hinteren Rängen kaum befolgt wird / werden kann, weil schon alles Richtung Start - Zielstrich wetzt. Von der direkten vorderen Gruppe bekommt man nichts mit, nur dranbleiben heißt die Devise, überholen vor dem Strich ist untersagt. Hinter mir ein 1800 Marcos - eine Flunder mit nur 500 kg - weg isser. Na ja, die erste Kurve ist ohnehin für solche Momente der unpassenste Ort um King zu spielen: Das alte Castrol - S war da viel weiter - die heutige Variante ist nur eng, untersteuern ohne Ende und läßt vor allem keinen Einblick auf die folgenden Meter zu - wenn da mal einer quersteht, dann rappelt es aber entschieden! Keiner sieht was, alle wollen durch und, man glaubt es kaum, alle schaffen es auch! Tolles diszipiniertes Feld! Dank an alle Beteilten --- und jetzt weiter zu den noch folgenden 499 Kilometern...
Paul, pardon der 914 schwächelt schon auf den ersten 3 km! Spotzend rollt er auf dem rechten Seitenstreifen kurz vor der Kurzanbindung aus? Paul springt aus dem Auto - mehr kann ich nicht sehen! Was war passiert? Die Abdeckkappen waren noch auf den Vergasern! Unglaublich, daß er die Einführungsrunde überhaupt fahren konnte - wo er doch sowas sonst nie benutzt .... ! Kurz nach der zweiten Runde sehe ich ihn beim Tiergarten im Rückspiegel auf mich zufliegen - der muß einen Hals gehabt haben - auf der Geraden vor der Boxengasse bin ich nur Kanonenfutter - weg isser wieder, tänzelnd, mit dem Heck quasi noch grüßend verschwindet der 914 um die nächste Biegung. Na ja, 450 km liegen noch vor uns.
Der Boxenstop ist bei ca. Halbzeit in der 9. Runde - ohne Einführung - geplant, bei der 7. brauche ich - nicht der Porsche - aber bereits Nachschub und gebe der Box Zeichen das ich in der nächsten Runde reinkomme. Zum Glück muss man sagen, denn die Tankanlage funktioniert praktisch nur noch bis zu meinem Stop und fällt dann listig zur Hälfte aus. Manche Teilnehmer verbringen knappe 4 Minuten alleine zum Tanken an der Box - da braucht man sich dann auch nicht den Kopf auf der Rennstrecke abzufahren, wenn man den schon in der Box im Stau vor der Säule verlieren kann. Später wird die Rennleitung die Tankrunde bei allen streichen - schade, denn unser Stop war sehr präzise und kurz - die Boxenmannschaft mit Rainer Hummel, Freddy, Michael, Mario und Julia an der Zeitnahme arbeitete reibungslos und soll hier bewußt als Kompliment genannt sein - ohne deren Engagement geht ja nun wirklich nichts!
Die Restrunden waren ziemlich schnell abgespult und bargen keine weiteren Erkenntnisse bis auf Überholmannöver und Genuß der einzigartigen Kulisse, wie sie nur beim 24h Rennen zu bewundern ist:
Fans in wahnsinnigen Massen - Dauercamper und Tagestouristen, die alle das tolle Wetter genossen (wir erinnern uns: in den Vorjahren war es eine einzige Schlammschlacht und ich habe mir sogar verkniffen die Strecke zu besuchen, weil ich die Gummistiefel vergessen hatte!) Selbst die Fußballweltmeisterschaft konnte niemanden bremsen, ich habe noch nie soviele Bäume mit SAT-Schüsseln gesehen - der modernen Technik sei Dank.
Das Resultat war denn dann auch ziemlich unspektakulär, allerdings durch Klassen-Zusammenlegungen interpretationswürdig:
| Start-# | Fahrer | Fahrzeug | Plazierung Gesamt | Plazierung Klasse | schnelleste Runde | Bemerkung |
| 671 | Singer | 914/6 | 23. |
1. |
10:54 |
1 mal getankt |
| 621 | Martin / Roock | 914/6 | 40. |
4. |
10:57 |
1 mal getankt |
| 672 | Frey | 914/6 | 54. |
7. |
11:21 |
1 mal getankt |
| 673 | Wittke | 914/6 | 65. |
8. |
11:31 |
1 mal getankt |
| 664 | Brill / Daehnert | 914/4 | 135. |
11. |
13:24 |
2 mal getankt, 1,7 Liter, Straßenreifen |
Die zweitplazierte in der Klasse, die Alpine von Schäfer fuhr sagenhafte 10:35 als Bestzeit, mußte aber zweimal tanken.
222 Starter nahmen das Training auf, 201 Fahrer starteten, 200 kamen in Wertung an
Zwischen den 914 liegen ein Alfa und zwei 2002 ti Gruppe 2. Weitere Alfa und 911 ebenfalls in der Klasse. Dies entspricht nicht unbedingt den Gepflogenhieten, ist aber sicherlich mit der noch jungen ADAC Trophy zu erklären - die Youngtimertruppe war wesentlich besser besetzt und hatte vollere Klassen. Gewisse "Kanibalisierungseffekte" sind zu erkennen (sollte man über eine Trennung in die Homologationsjahre nach Anhang K bis 1976 und Anhang J bis 1986 nachdenken?), denn so werden ähnliche Klassen in einem Rennen die Starter entzogen.
Die schnellste Rundenzeit fuhren Alzen/Ludwig im Porsche RSR mit 9:39 = 158 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, das sagt wohl alles (nur der Vollständigkeit halber: Im Training zu den 24h war die Pole 8:25!!) - wohlbemerkt, für den vollen Kurs, ohne Hauck-Haken - pardon Mercedes - Arena.
Wer genau dieses zukünftig selbst einmal ausprobieren will, der sei an dieser Stelle auf die ADAC - Klassik - Veranstaltung im September hingewiesen, wo den Porscheclubs wieder ein Sonderlauf eingeräumt wird und jeder unseren Spuren nachfahren kann. 2005 war dies ein voller Erfolg und durch die Vorverlegung in den September sollte auch dieses Mal das Wetter mitspielen! Anmedlung beim 914-6-Club!
Man sieht sich - auf der schönsten Rennstrecke der Welt....
Euer Udo
Es ist wieder soweit, der Zeitplan sieht wie folgt aus und alle arbeiten fieberhaft an den letzten kleineren Baustellen. Wer sich noch nicht ganz entschieden hat, sollte sich beeilen: Mindestens drei Porsche 914-6 werden auf die Strecke gehen:
|
![]() |
|
![]() |
|
![]() |
Zeitplan zum Rennen:
| Mittwoch, 15. Juni 2006 | Fahrerlagerbezug in Mercedesarena
Fahrzeugabnahme im Fahrerlager Teilnehmerkorso |
08.00 - 21.00
18.30 - 20.00 |
| Donnerstag, 16. Juni 2006 |
1. Zeitraining Yt 2. Zeitraining Yt Racing Day Aufstellung Adenauer Racing Day
|
12:15 - 13:45
16:15 - 17:45 17.30 18.15 - offen |
| Freitag, 06. Mai 2005 | Startaufstellung Yt
Start Einführungsrunde Rennstart |
12:20 - 13.30
13:40 14:00 - 18:00 |
Meldet Euch wenn Ihr da seit!
Udo
Zurück zur Hauptseite