Der Bericht von Stefan Reiß zum Bergrennen Osnabrück!
Ich muß sagen, daß mir es ebenfalls nicht nur um die Veranstaltung, sondern auch um das gemütliche Zusammensein mit Gleichgesinnten geht. Darum haben wir in den ersten Grundzügen jetzt über einen Sport(wander?)pokal der Sport-IG für 2003 nachgedacht. In den Grundzügen wird der DMSB sicherlich nach den Verwirrungen der letzten beiden Wochenenden jetzt zügig die Regularien verständlich und reizvoll für alle Beteiligten ändern, sodaß an einem Gleichmäßigkeits - Vierkampf beispielsweise bei einem Bergrennen, einem Slalom, einer GLLP auf der Nordschleife und eventuell einem Lauf in Hockenheim der Jahressieger ermittelt werden kann. Die Feinheiten werden wir über den Winter - gerne auch mit Eueren Anregungen - festlegen. Der nächste Termin ist erst einmal der Sicherheitslehrgang in Rüthen!
Aber jetzt erst einmal der Bericht:
Ausser Schlamm nichts gewesen?
Auf diese Sichtweise darf man die Veranstaltung meiner Meinung nach nicht reduzieren, denn dies wird dem Ganzen nicht gerecht. Wobei es diesmal aufgrund aufkommender Schwierigkeiten mit dem DMSB (Deutscher Motorsport Bund, früher ONS) leider noch etwas diffiziler zu betrachten ist. Aber fangen wir doch einfach mal von vorne an.
Dieses Jahr wiederholte sich zum fünften Mal, dass die 14er durch die Initiative von Udo Frey und Herrn Stegmann (Organisationsleiter) beim Bergrennen in Osnabrück an den Start gingen. Natürlich durfte auch ich bei dieser Jubiläumsveranstaltung nicht fehlen, obwohl zum gleichen Zeitpunkt der OGP auf dem Nürburgring stattfand. Doch die Entscheidung fiel leicht, wenn man die Wahl hat zwischen selbstgegrillten Steaks in gemütlicher Geselligkeit abends im Fahrerlager oder "Lachsschnittchen und Champagner", wie einst jemand treffend äußerte. Ich denke da gibt es keine Frage, was auch die immer steigende Zahl an Teilnehmern belegt.
Für mich persönlich und auch wahrscheinlich für die anderen 14er Fahrer bleibt das Wochenende ein tolles Erlebnis. Sehr interessant zu beobachten ist auch, dass das Ganze von unserer Seite in Bezug auf "richtige" Bergrennatmosphäre von Jahr zu Jahr immer professionellere Züge annimmt. Waren im ersten und zweiten Jahr noch alle Teilnehmer im Hotel untergebracht, so reisten inzwischen 11 von 13 Teilnehmern mit Wohnmobil oder Zelt und teilweise mit Hänger an.
Auch für uns, da ja bekannterweise im Mai unsere Tochter Larissa geboren wurde, war es dieses Jahr eine Notwendigkeit einen Campingbus aufzutreiben. Erst einmal die einschlägigen Verleiher befragt, doch das Ergebnis war vernichtend. Also haben wir uns auf die Suche gemacht und zwei Wochen vor der grossen Fahrt war auch was Entsprechendes gefunden: T3 Bj. 81, 4 Schlafplätze, Kühlschrank, Herd und 60 l Frischwasser mit 50 PS Dieselmotor. Ist zwar wirklich nicht der Renner in Bezug auf die Geschwindigkeit, aber der Weg ist das Ziel und unser Gespann passt auch noch einigermassen von der Historie zusammen. So müssen sich also Rennfahrer in den 70er und 80er Jahren gefühlt haben so lange sie keinen Werksvertrag hatten.
| Das ist der Bus! | ![]() |
Also 14er auf Hänger verladen und am Donnerstag abend gings dann endlich in Richtung Osnabrück. "Riesen" Berge auf der Sauerlandlinie gestalteten sich mit 50 PS und Hänger zu einem grossen Abenteuer, aber nach jedem Anstieg ging es den Berg ja auch wieder hinunter. Auf der Raststätte Sauerland West schlugen wir unser Nachtlager auf, d.h. wir fuhren auf die Raststätte, suchten uns einen Platz für Wohnmobil und Hänger, zogen die Vorhänge zu und legten uns schlafen. War schon irgendwie genial, besonders da wir drei so was noch nie gemacht hatten.
Am nächsten Morgen, nachdem wir zum ersten Mal in unserem neuen mobilen Heim gefrühstückt hatten, machten wir uns auf den Weg die restlichen Kilometer unter die Räder zu nehmen. So gegen 11 Uhr erreichten wir das Fahrerlager und waren doch ziemlich erstaunt festzustellen fast die letzten der 14er Fahrer zu sein. Alle waren schon kräftig am Aufbauen und richtig professionell hatte fast jeder ein Pavillon dabei unter dem er sein Fahrzeug plazierte. Nun hieß es noch 14er abladen, Hänger auf die Seite stellen und unser Vorzelt aufbauen.
Als nächstes wurden die Campingstühle aufgestellt und der gemütliche Teil konnte beginnen. Der Nachmittag wurde er noch einmal durch das übliche Prozedere wie Papierabnahme und technische Abnahme unterbrochen und danach fuhren Jörg und ich mit meinem 14er in den nächsten Ort um für das abendliche Grillen einzukaufen.
Ein Höhepunkt, wenn auch negativer, war am Nachmittag das plötzliche Auftreten einer Windhose, die hauptsächlich wieder die Pavillons der Siegerländer mehrere Meter in die Höhe rieß und zu allem Unglück in die nächste Stromleitung hob, begleitet von heftigem Funkensprühen und einem Kurzschluss.
Trotz dieser Aufregung klang der Abend dann sehr gemütlich aus. Auch Luca, der kleine Hund von Ronald und Brigitte, verteidigte unser Lager sehr erfolgreich gegen den bestimmt 10mal so grossen Hund des Bauern.
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Gemütliche Runde beim Bergrennen - angesichts dieses Bilds kann man es sehr gut nachvollziehen. |
Am nächsten Morgen funktionierte der Brötchendienst mit 20 frischen Brötchen hervorragend, so dass noch einige, neben unserem allmorgendlichem Müsli, für Kerstin und mich abfielen.
Mit dem schönen Wetter war es jedoch am Samstag leider vorbei und es regnete fast den ganzen Tag. Wir waren immer wieder damit beschäftigt unsere Zelte und Vorzelte von Wasser zu befreien, damit sie nicht zusammenbrachen. Auch der Bauer mit seinem Traktor war permanent im Einsatz um festgefahrene Fahrzeuge aus dem Schlamm zu befreien. Irgendwann hatte ich die Nase voll und zog Schuhe und T-Shirt aus, so konnte dies wenigstens schon nicht mehr nass werden. Dementsprechend war es auch kein Problem, dass dieses Jahr im Fahrerlager kein Duschwagen aufgestellt war, denn wegen fehlender Nässe konnten wir uns nicht beschweren. Jörg hatte gleich sicherheitshalber zwei Zelte übereinander aufgebaut: im Grossen hatten sein Fahrzeug und das zweite kleinere Zelt Platz, in welchem wiederrum er schlief.
Erst gegen Abend gab es leichte Aufhellungen, das bedeutete, dass bei unseren drei Trainingsläufen sich die Strecke immer in feuchtem Zustand befand. Auf der Rundstrecke würde man sagen "Wet Race" und dementsprechend waren die Zeiten natürlich um einiges langsamer als letzes Jahr. Die eigentliche Aufregung kam dann am Samstag abend vor unserem 1. Wertungslauf auf, der dieses Jahr schon einen Tag früher stattfand um den Sonntag zeitlich ein wenig zu entzerren. Plötzlich gab es ein Bulletin, wonach alle Gleichmäßigkeitsfahrer (das waren wir) mit Tageslizenz (das waren alle 14er Fahrer, ausser mir) am Berg nicht schneller als 50 km/h fahren dürften und jeder der flotter den Berg bezwingt disqualifiziert würde. Udo Frey hatte sich daraufhin mit den Offiziellen mehrere Stunden besprochen, doch ein richtiges Ergebnis wurde dabei nicht erzielt.
Dementsprechend gross war auch die Verwirrung und Unmut bei uns Fahrern bei unserem 1. Wertungslauf. Ca. die Hälfte hielt sich jetzt an den 50er Schnitt, der Rest gab weiterhin Vollgas. Als Konsequenz hätte der Veranstalter bestimmt 15-20 Oldtimer nach Hause schicken müssen, dies wollte er natürlich auch nicht, da ja am Sonntag mehrere 1.000 zahlende Zuschauer kommen würden, zumal das Wetter besser zu werden schien. Und die kamen ja auch wegen uns, denn ein Gruppe G (serienmässig) Golf oder Calibra ist bestimmt nicht so interessant, wie ein 14er oder NSU TT. Klar es gibt noch die Gruppe C mit Berglöwe Stenger oder Formel 3000 mit Fendrich, aber wer interessiert sich nicht für unsere 14er? So wurde Samstag abend noch bis spät in die Nacht unter uns im Fahrerlager diskutiert, wobei Udo Frey eigentlich schon lange mit seinen schlammverdreckten Jungs zu Hause sein wollte.
Unter diesen Voraussetzungen waren wir nicht nach Osnabrück gekommen. Ja wir fahren nach dem Gleichmäßigkeisreglement auch um natürlich den doch sehr unterschiedlichen Fahrzeugen gerecht zu werden und um den Einsteigern, das sind wir ja fast alle, einfach eine Chance zu bieten, ihr Fahrzeug rennmäßig zu bewegen.
| So schräg ging es zu am Berg! Oder war es vielleicht doch der Vorabend? |
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Sonntagmorgen bei der Fahrerbesprechung unterhielt sich der Rennleiter noch einmal intensiv mit uns und stellte die Situation so dar, dass er wirklich jeden disqualifizieren müßte, der sich nicht an die 50 km/h halten würde. Bezüglich dem ersten Wertungslauf vom Samstag wollten sie einfach ein Auge zudrücken und streichen. Fahrer mit "richtiger" Lizenz müssten sich nicht daran halten, was bei den Historischen glaube ich sechs Personen betraf. Man einigte sich darauf, dass es kein Problem gibt, wenn die Fahrer nach dem Start noch mal für eine Minute anhalten und dann wieder Vollgas geben, denn dann wäre ja dem Gesetz Genüge getan.
OK, die Historischen hielten sich daran und entsprechend gross war die Verwirrung des Streckensprechers. Ich denke wir haben durch diese Aktion auf jeden Fall Aufmerksamkeit erregt und hoffentlich werden auch die Verantwortlichen sich für die Zukunft ein paar Gedanken machen, denn so machen sie Motorsport gerade für Einsteiger kaputt.
Zu guter letzt wurde unser 3. Wertungslauf abgesagt, da durch viele Unfälle und natürlich durch unsere Aktion der Veranstalter in grosse Zeitbedrängnis gekommen war. Damit war uns auch jede Möglichkeit genommen einen Sieger zu ermitteln. In Folge war die Stimmung natürlich ganz im Keller und für nächstes Jahr muß sich erst zeigen, wie es weitergehen wird. Ich denke, vorerst sollte erst ein wenig Gras über die Sache wachsen um dann in Ruhe für das Jahr 2003 planen zu können.
Eine Woche später beim Bergrennen in Hauenstein gab es das gleiche Problem mit dem 50er Schnitt, da einscheinend der gleiche Offizielle von Frankfurt (Sitz des DMSB) anwesend war, und der dritte Wertungslauf wurde ebenfalls aufgrund vieler Unfälle für alle gestrichen.
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Wendepunkt oder Endstation für das Bergrennen in Osnabrück? Wir würden es sehr begrüßen, wenn das Traditionsrennen weiterhin Bestandteil unseres Veranstaltungskalender bleiben könnte. |
Am Rande wäre noch zu erwähnen, dass ich als Lizenzinhaber mit sechs anderen gleichmäßigen Historischen noch einen dritten Wertungslauf bestreiten durfte und wie ich zwei Tage später feststellte auch den Gesamtsieg bei den Historischen erreicht hatte. Dies war mir jedoch sonntags aber weitgehend egal, da es, als ich im Fahrerlager ankam, an's Zusammenpacken und Aufladen ging, denn wir mussten ja noch über 400 km Heimreise mit 50 PS und Hänger antreten und am Montag hieß es ja wieder arbeiten.
Als Rückblick möchte ich sagen, dass es uns trotzdem wieder Spass gemacht hat, denn ich schätze bei einem Bergrennen einfach das Zusammensitzen im Fahrerlager, gemeinsames Grillen und weniger das Fahren, natürlich gehört das dazu, aber fünf oder sechs Mal an einem Wochenende die 2,5 km den Berg rauf, dafür würde sich für uns der weite Weg aus Worms nicht lohnen.
Es war trotzdem wieder toll und selbst unserer Tochter Larissa mit 11 Wochen hat es offensichtlich gefallen.
Warten wir mal ab was 2003 bringt.
Stefan Reiß
Eklat beim Bergrennen in Osnabrück oder besser: Schlamm drüber!
| Neue Rennfahrer braucht die 914 Szene! Der neue Nachwuchs wirkt der nachgewiesenen durchschnittlichen Überalterung der Fahrer entscheidend entgegen! | ![]() |
Das Bergrennen feierte dieses Jahr das 5-jährige Jubiläum mit Porsche 914 - Beteiligung. Allerdings unter wesentlich anderen Vorzeichen und Abläufen (bis auf das Wetter, das kannten wir schon). Hier ein offener Brief an den VfV und auch an den DMSB:
An Herrn
Willi Budzynski
Kopie an DMSB Herrn Urbinger, Schwägerl, Tollenaar, Hofmann
c/o VfV
Betreff:
Regularien Gleichmäßigkeit
Schwierigkeiten beim Bergrennen Osnabrück
Klärungsansätze
Sehr geehrter Herr Budzynski,
ich möchte Ihnen mit diesem Schreiben die Chronologie der Ereignisse anläßlich des Bergrennens in Osnabrück erläutern, mit dem Ziel eine einvernehmliche Lösung mit dem DMSB für die Zukunft zu diskutieren und abschließend - wenn möglich - festzulegen.
Wie bereits im Vorjahr stand augenscheinlich Osnabrück wieder im Fokus der DMSB - Funktionäre in Hinsicht auf die Durchführung der Gleichmäßigkeitsprüfungen. Um es gleich vorweg zu sagen: In den letzten 5 Jahren haben wir immer mit mindestens 5, später mit meist 10 - 12 Fahrzeugen an dieser Veranstaltung teilgenommen. Fast alle ohne Anhang L/K - Sicherheitsvorkehrungen im Auto und viele Fahrer ohne feuerfeste Anzüge (ist ja alles auch nur empfohlen nach Anhang K), aber mit zugelassenen Helmen.
Die Geschwindigkeiten wurden von den Fahrern im ersten Lauf frei selbst gewählt, bis heute sind alle Fahrzeuge und auch damit die Insassen ohne Blessuren geblieben. Die Fahrer waren allesamt immer außerordentlich diszipliniert.
In diesem Jahr sind durch einen Brief eines Herren Nagel zum Jahresanfang und auch dem Besuch eines höheren Funktionärs in Osnabrück ("der sich die Ergebnislisten der Gleichmäßigkeit explizit am Montag in Frankfurt anschauen will") (O-Ton vor Ort) die Dinge etwas hochgekocht:
1. Bei der Abnahme wurden seitens der TK´s Überrollvorrichtungen gefordert, welche eindeutig so nicht vorgeschrieben sind. Die Ausbildung und die Sachkenntnis der "normalen" TK´s läßt augenscheinlich bei den historischen Fahrzeugen sehr zu wünschen übrig. Dummerweise war ich nicht anwesend, aber die Fahrzeuge wurden dann am Abend doch zugelassen.
2. Die in den Vorjahren frei wählbare Geschwindigkeit wurde offiziell mittels eines Bulletins (siehe Anhang) auf 50 km/h für die Inhaber einer Tageslizenz festgelegt. Lizenzinhaber durften weiterhin die Geschwindigkeit frei festlegen. Dies betraf in Osnabrück von einer Startgruppe mit ca. 34 Fahrzeugen genau 27 Starter, welche in dem Bulletin auch noch namentlich aufgeführt wurden.
Beides ist so nicht festgeschrieben und entbehrt auch einer gewissen Logik, wenn ein Lizenzfahrer mit jedem Auto so schnell fahren darf wie er will, aber ein Inhaber einer Tageslizenz (wofür wird diese denn dann gelöst?) die Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h nicht überschreiten darf.
Resümee war, daß alle Fahrer das Limit schon allein deswegen überschritten, da erstens Zeitnahmemittel verboten sind und zweitens diese Durchschnittsgeschwindigkeit in Osnabrück nicht zu schätzen ist. Der Blick auf eine eventuelle Uhr während der Fahrt ist nach meiner Ansicht auch wesentlich gefährlicher, als eventuell schneller, aber dann eben sicherer zu fahren. Herr Stegmann als Organisator schloß sich unserer Argumentation an, da er die Besucher natürlich nicht verprellen wollte.
Grundsätzlich waren sich alle Teilnehmer einig, daß man sich im Zweifel eher disqualifizieren lassen wolle, als mit nicht einhaltbaren 50 km/h den Berg zu bezwingen, wobei ich natürlich schon davon ausgehe, daß jeder Fahrer versucht hat die geforderte Geschwindigkeit einzuhalten.
Am gleichen Abend gab es wegen dieser Ereignisse eine entsprechende Sitzung, wo der Rennleiter, Herr Prause die Fahrzeuge zulassen wollte, aber Herr Hofmann dann vor der DMSB Gerichtsbarkeit und den Konsequenzen warnte. Der Veranstalter erließ nach 2 Stunden wutentbrannt die Besprechung. Alle Beteiligten machten auf mich einen lösungsorientierten Eindruck, waren aber in den Gesetzmäßigkeiten gefangen. 5 Stunden dauerte die Sitzung, wobei ich selbst nicht anwesend war.
Quintessenz war, daß der erste Wertungslauf als Trainingslauf bezeichnet wurde und dementsprechend nicht als Setzzeit verwendet werden sollte. Die Teilnehmer sollten dann in einer eindringlichen Sitzung auf die einzuhaltenden 50 km/h eingeschworen werden. (Zum persönlichen Vergleich: Dies bedeutet 2:26 Min. statt normal üblichen und auch subjektiv langsamen ca. 1:30 bis 1:45 Minuten, ein Renn - Kadett C Gruppe H braucht ca. 1:09)
Dies wurde von den Teilnehmern, die ich in diesem Zusammenhang vertreten habe aus den beschriebenen Praktikabilitätsgründen nicht akzeptiert (ebenso nicht vom Veranstalter). Auch das Anhalten vor dem Zielstrich wurde mangels eingerichteter Wartezone und Auffahrgefahr von uns abgelehnt. Wir haben uns schlußendlich mit der Rennleitung und dem Veranstalter auf einen Start mit sofort anschließendem Anhalten und einem 60 Sekunden langem Stop geeinigt. Auf diese Weise konnte die geforderte Gesamtzeit sicher eingehalten werden.
In Osnabrück wurde dann zu guter Letzt der Angelegenheit die Krone aufgesetzt, als der letzte Lauf der Gleichmäßigkeit (von zwei verbliebenen Läufen) noch gestrichen wurde, weil aus selbst verschuldeten Ursachen heraus (Zeitplan) die Zeit zu knapp wurde und die Gleichmäßigen hier mal wieder hinten anstehen durften. (Allerdings nur diejenigen, die keine Tageslizenz hatten, die Lizenzinhaber durften fahren!!!). Eine Wertung war damit praktisch unmöglich. Noch ärgerlicher ist der Umstand, daß Osnabrück an diesem Wochenende mal wieder von Dauerregen heimgesucht wurde, welcher die Wiesen wieder zum Schlammloch mutieren ließ. Der Enthusiasmus der Fahrer kennt hier eigentlich keine Grenzen, aber die Emotionen kochen natürlich leicht hoch, wenn dann noch die Läufe gestrichen werden.
Osnabrück wird nach meiner Meinung nicht mehr lange ein Bergrennen haben. Die historischen Fahrzeuge werden nicht mehr antreten und der Gruppe H - Bergcup hat die Veranstaltung dieses Jahr praktisch auch boykottiert.
Für mich ist dies die Dokumentation des Handlungsbedarfs!
Hier wird eindeutig aufgezeigt, daß wir auf keinen Fall warten dürfen bis der DMSB die Rahmenbedingungen der Gleichmäßigkeit in eigene Regeln zementiert, ohne die Betroffenen zu hören. Die Lobby erscheint mir zur Zeit ohnehin zu klein, da im historischen Ausschuß vor allem die "Speedfraktion" (HTWT o.ä.) welche die Belange gar nicht kennt vertreten ist. Wenn wir hier nicht selbständig reagieren, dann wird auf absehbare Zeit kein historischer Gleichmäßigkeitsport wie wir ihn kennen praktiziert werden können und auch nicht wenige Veranstalter werden dann mangels Teilnehmern noch Existenzmöglichkeiten haben!
Woher soll zukünftig der breite Renn - Nachwuchs kommen, wenn man sich nicht gefahrlos auf diese Weise an die Rennerei herantasten kann?
Wie wollen wir außerhalb von Demoläufen die historischen Fahrzeuge so bewegen, wie wir es bislang gerne und erfolgreich im Sinne der Präsentation getan haben?
Osnabrück wird hier sicherlich Auswirkungen zeigen und auch zeigen müssen.
Ich bin gerne bereit hier in eine konstruktive Diskussion einzusteigen, möchte hier vorher aber auch "Roß und Reiter" benannt wissen. Wer nimmt daran von Ihrer Seite teil? Wer vom DMSB? Gibt es überhaupt Möglichkeiten und Gestaltungsspielraum? Wer leiert die Dinge an? Muß es im Rahmen des VFV sein oder gibt es weitere (z.B. die Veranstalter der Gleichmäßigkeitsprüfung auf der Nordschleife)?
Viele Fragen, die wir aber kurzfristiger beantworten müssen, denn es finden zur Zeit ja noch Veranstaltungen statt und der DMSB brauchte ebenfalls lang genug um sich zu formieren.
Verbreiten Sie mein Ansinnen wie Sie es für richtig halten, grundsätzlich aber wünsche ich Ihnen erst einmal gute Besserung, denn die Gesundheit geht natürlich vor!
Mit den besten Wünschen verbleibe ich,
mit freundlichen Grüßen
Udo Frey
Internationales Bergrennen Osnabrück 2002
Einladungsrennen in die Heimatstadt des 914
Unser 5 - jähriges Bergjubiläum!
Aktuelle Infos auch beim
MSC-Osnabrück
Anmeldung:
udofrey@aol.com
Wenn das nicht ein Grund ist die Potentiale des 914 am Berg zu präsentieren! Im letzten Jahr waren 11 Porsche 914 am Start - dieses Jahr liegen schon 12 Nennungen vor! Hoffentlich bleibt für die Unentschlossenen noch ein Platz übrig!
Also ran an die Nennung:
Steckbrief:
· Termin: 2. August - Wochenende 2001, also 9. - 11.08.2002
· Zugelassene Fahrzeuge: alle Typen VW - Porsche 914
· Stark ermäßigte Nenngebühr: 90,- Euro!
· Eigener 914 - Stellplatz im Fahrerlager
· Durchführung als Gleichmäßigkeitsprüfung
(Chancengleichheit für alle) in einer Klasse
· Drei Gleichmäßigkeitsläufe (Erster Lauf setzt
Sollzeit)
· Geordnete Trainingsläufe mit schnellem Aufruf wie am Renntag
- weniger Anstellen mehr!
· 40 % der Teilnehmer erhalten einen Pokal
· Hohe Medienpräsenz (Radio, TV, Motor Klassik, Markt)
· Versand der Gesamtausschreibung und Nennungformulare Juni 2001durch
Sport - IG für die
Neulinge und durch den Veranstalter bei den ehemaligen
Teilnehmern.
Tageslizenzen sind am Trainings- und Veranstaltungstag beim Veranstalter
zu bekommen
(20,- DM pro Tag).
Ein Helm und ein rennähnlicher Overall muß bei der Veranstaltung getragen werden - weitere Sicherheitsausstattung von Fahrer und Fahrzeug ist nicht notwendig! Eine Straßenzulassung ist ebenfalls nicht erforderlich.
Bitte unbedingt vorher bei der Udo Frey oder Stefan
Reiß anmelden.
· Nennungsschluß 31.07.02, die Nennungen werden an die versendet,
die sich vorher unverbindlich bei Stefan oder mir angemeldet
haben!
Die Bergrennstrecke bei Osnabrück gehört zu den traditionsreichsten
Veranstaltungen in Deutschland. Die Veranstaltung begeistert Teilnehmer wie
Zuschauer jedes Jahr auf´s neue. An diesem Rennwochenende bevölkern
über 10.000 Zuschauer die Naturtribünen.
Nach Rallye- und Rennveranstaltungen nimmt das Medien-interesse für diese Veranstaltungen stetig zu. Die Organisation und die Pressearbeit der Veranstalter gilt als vorbildlich. Neben den Porsche 914 wird die Triumph Competition, die Formel 3000, Gruppe H, STW und auch Gruppe C teilnehmen. Ein Fahrzeugfeld, daß auch als Zuschauer sicherlich sehr interessant ist.
Nennung bei:
Udo Frey
Jahnstraße 24
30982 Pattensen / Jeinsen
Tel.: +49 / 5066 / 900 406
Fax: +49 / 5066 / 900 430
Mobil: 0172 / 8 13 11 75
email: udofrey@aol.com
Bergrennen Osnabrück 2002 - Info Zeitplan / Hotel
Nachdem die Nennungsformulare im Juli versendet sind, erwarten Stefan und ich mit Spannung die Rückläufe. Bislang haben wir 35 Interessierte und bis heute 12 feste Nennungen beim Veranstalter. Laut Herrn Stegmann sind wir damit die zuverlässigste und schnellste Truppe bei den Nennungen!
Ein Starterfeld von wieder mehr als 12 Fahrzeugen ist eine tolle Sache (5 sind für eine Klasse Minimum), also bitte schiebt Eure Nennung nicht mehr auf die lange Bank, sondern sendet sie uns, bei Problemen finden wir auch Lösungen. 2001 waren es 11 Porsche 914, schaut Euch die Berichte aus den Vorjahren an! Volksfeststimmung im Fahrerlager quasi garantiert!
Bitte beachtet das ermäßige Nennunsgeld von 160,- DM. (steht nicht i.d. Ausschreibung) und die Tatsache, daß ein Helm und ein rennähnlicher Overall zu tragen ist. Ebenso soll eine Plane den Untergrund vor Öl schützen. Im letzten Jahr ist niemand von uns den FIA - Kommissaren aufgefallen, aber andere, deshalb der Hinweis.
Zeitplan:
Bis Ende Juli 2002, um sicher zu gehen besser früher, das Hotel reservieren:
Hotel Herrenrest
Teutoburger - Wald - Straße 110 Tel.:
05401 / 5383
49124 Georgsmarienhütte - Oesede Fax: 05401 /
6951
Im letzten Jahr lag der Zimmerpreis bei EZ: 38 Euro, DZ 60,- Euro.
Freitag, 09.08.2002
Diejenigen, die Urlaub genommen haben, können das Fahrerlager am Vormittag weiträumig für uns in Beschlag nehmen und schon mal zur Papier- und technischen Abnahme schreiten.
dannach ab 18.00 Uhr Einchecken Hotel
ab ca. 19.30 Uhr gemeinsames Essen, Benzingespräche
Samstag, 10.08.2002
08.30 - 09.00 Uhr Papierabnahme (Führerschein, Startnummer,
Laufkarte und
Kauf der Tageslizenz (2 Tage x 20,- DM, wenn keine
Lizenz vorhanden)
08.00 - 12.00 Uhr Techn. Abnahme - Sitz, Gurt, Helm, Batterie +Pol - Abdeckung
09.30 - 18.00 Uhr Trainingstag: zwei aufgerufene Läufe - Zeiträume am Samstag
Im Gegensatz zu den Vorjahren wird sehr wahrscheinlich zu Beginn das Training für alle durch den Streckensprecher aufgerufen werden! Dies ist die Konsequenz aus den Vorkommnissen im Vorjahr. Osnabrück ist sehr beliebt bei allen Fahrern, deswegen nimmt hier auch die Teilnehmerzahl stetig zu. Im Verlauf des Trainings kann dieses Regelung u.U. je nach Trainingsfahrzeugen entfallen.
Sonntag, 11.08.2002
09.30 - 10.45 Uhr Wer noch nicht genug hat: Training
ab 11.00 Uhr Gleichmäßigkeitsläufe nach Aufruf durch Streckensprecher ca. 19.00 Uhr Abreise nach Siegerehrung
Ich möchte daran erinnern für die Fahrzeuge Planen für Oellecks etc. mitzubringen. Das Fahrerlager ist unbefestigt, was aber auch für die tiefsten Fahrzeuge in den vergangenen 3 Jahren kein Problem darstellte. Für Anhänger gibt's überall in der Nähe Platz.
Pressebericht am 31.08.2001:
Sport regional
,,Volksporsche" feiert Heimspiel (Dissen (heu))
Da werden nicht nur die Herzen aller Karmann-Mitarbeiter höher schlagen! Mit ihrem unverwechselbaren Erscheinungsbild versprechen die Fahrzeuge der einst in Osnabrück produzierten Porsche-914-Serie beim Borgloher Bergrennen am 11./12. August wieder einen besonderen Leckerbissen für alle Motorsportfans. ,,Wir fahren besonders gerne in Borgloh, denn dort spürt man einfach eine große Begeisterung für unsere Autos", freut sich Udo Frey als Vorsitzender der ,,Porsche-914-Sport-Interessengemeinschaft" auf das ,,Heimspiel" in Uphöfen.
Bereits zum vierten Mal besucht der Pattenser mit seinem ,,914er" die Traditionsveranstaltung des MSC Osnabrück und nach den positiven Erfahrungen ist die Vorfreude groß. ,,Der hautnahe Kontakt zum Publikum, die attraktive Strecke und die freundliche Atmosphäre im Fahrerlager - das macht den besonderen Reiz des Rennens aus", schwärmt der 40-Jährige. In einer speziellen 914er-Klasse wird sich der rennsportbegeisterte Diplom-Ingenieur in drei Wertungsläufen mit rund zwölf Mitkonkurrenten messen.
Bei den Wettbewerben der ,,Youngtimer" - wie die Fahrzeuge aus den siebziger Jahren in Abgrenzung zu den wesentlich älteren Oldtimern tituliert werden - ist im Gegensatz zu den anderen Klassen nicht die beste Zeit, sondern das beste ,,Feeling" gefragt. ,,Gleichmäßigkeit" heißt hier das Zauberwort: Der Fahrer gibt dabei mit seiner Zeit aus dem ersten Lauf einen Richtwert vor, der im zweiten und dritten Lauf möglichst genau wiederholt werden soll. Gewinner ist am Ende der Pilot mit geringsten Abweichungen auf dem Zeitkonto. ,,Man muss mit unheimlich viel Gefühl fahren. Jeder kann sein eigenes Tempo gehen und braucht nicht an das Limit des jeweiligen Motors zu gehen", erklärt Frey die Vorzüge dieser ungewöhnlichen Motorsport-Variante.
Es wäre auch zu ärgerlich, wenn eines der kostbaren Mittelmotorfahrzeuge am Berg ,,verheizt" würde. ,,Ersatzteile sind zwar relativ leicht zu besorgen, aber sie sind auch ziemlich teuer. Es ist eben ein echter Porsche", sagt Frey. Die von 1969 bis 1976 produzierten ,,914er" wurde in zwei Variationen auf den Markt gebracht: Während von dem Vierzylinder rund 120000 Stück hergestellt wurden, gilt der Sechszylinder mit lediglich 3000 Exemplaren als echte Rarität. In der Grundversion kommt der Porsche 914 bei zwei Litern Hubraum auf 230 PS.
Sämtliche Karosserien stammen aus der Produktion des Osnabrücker Fahrzeugbauers Karmann, wodurch sich für die Porsche-Piloten beim Bergrennen besonders viele ,,Benzingespräche" ergeben. ,,Mich sprechen in Borgloh regelmäßig Leute an, die mir erzählen, dass sie damals selbst an der Produktion beteiligt waren", sagt Frey, der mit seinem auf 270 PS getunten Rennauto die 2030 Meter lange Strecke in Uphöfen in einer Zeit von 1:20 Minuten bewältigt.
Der Pattenser entdeckte die Begeisterung für den unverwechselbaren Sportwagen schon als kleiner Junge - auf dem Beifahrersitz des Porsche 914 seines Vaters. Beim ,,deja vu" einige Jahre später war es endgültig um ihn geschehen: ,,Als ich als Erwachsener wieder im 914er saß, hat mich die Faszination nicht mehr losgelassen." Ein Gefühl, dass sicherlich viele Motorsportfreunde der Region nachvollziehen können.
Für Fragen am Veranstaltungstag bitte Stefan 06247 / 90 51 16, 0177 / 3 31 59 25 oder mich 0173 / 6 19 20 10 anrufen. Ansonsten Mailen: udofrey@aol.com.
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